Filmtipp 'Taste the Waste'
04.09.2011

Ich habe gestern die Vorpremiere von TASTE THE WASTE gesehen, den sehr sympathischen Regisseur kennengelernt und kann den Film allen, die sich mit dem Thema noch nicht ausgiebig beschäftigt haben, nur ans Herz legen. Der Regisseur Valentin Thurn hat vier Jahre lang die globale Lebensmittelverschwendung und -vernichtung untersucht, ist dazu auch nach Japan, Kamerun und in die USA gereist und hat unter anderem Landwirte, Forscher und Aktivisten interviewt. Die dabei entstandenen Bilder und die aufgedeckten Fakten sind gewaltig und bedenkenswert.

Ab dem 8. September läuft der Film in den Kinos, in Düsseldorf z.B. im Bambi. Geht hin! 
Mehr Infos zum Film und zum Thema unter: www.tastethewaste.com.


Nordische Entdeckungen - Teil 3: Bornholms Mosteri, Svaneke
04.09.2011

Eine dritte Nord-Entdeckung: die Bornholmsk Mosteri, ein junges Unternehmen, das seit 2009 nicht nur leckerste Säfte und Cider produziert, sondern sich auch stark sozial engagiert, indem gezielt Arbeitsplätze für psychisch Kranke und für Menschen mit Behinderungen geschaffen werden. Die Äpfel für die verschiedenen sortenreinen Cider und Apfelsäfte kommen aus ökologischem Anbau von mehreren dänischen Inseln und die daraus hergestellten Produkte sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch geschmacklich hervorragend. Sehr intensiv, vollmundig und fruchtig!
Die erste Flasche habe ich hauptsächlich deshalb gekauft, weil mir das Etikett so sehr gefiel; ab der zweiten Flasche spielte dann auch der Geschmack eine Rolle. Ich habe nicht alle probiert und kann daher nur vorläufige Favoriten küren. Für mich sind das der Holunderblüten-Saft und Apfelsaft von der Sorte ‚Ingrid Marie’.
Auf Bornholm findet man die Produkte in den meisten Supermärkten und in vielen Cafés und Restaurants. Die Produktion ist innerhalb von zwei Jahren extrem angestiegen und der Vertrieb schon auf das dänische Festland geschwappt. Ich bin gespannt, ob die Welle auch Deutschland erreicht...


Nordische Entdeckungen – Teil 2: Svaneke Ismejeri
29.08.2011

Es regnete in Strömen, als ich vor zwei Wochen das im Osten der Insel Bornholm gelegenen Städtchen Svaneke erkundete. Ohne Schirm und mit nasser Jeans sehnte ich mich nach einem warmen Tee und landete stattdessen bei einem kühlen Eis. Normalerweise finde ich es nicht besonders reizvoll bei so schlechtem Wetter ein Eis zu schlecken, aber die gemütliche Atmosphäre in der Svaneke Ismejeri bewog mich dazu, es zu versuchen. Meine Entscheidung wurde belohnt mit einem Eis, dass sich ohne lange zu fackeln souverän einen Platz unter den Top 3 der besten von mir jemals gegessenen Eiskugeln in der Waffel  sicherte. Schon alleine die Waffel, deren Herstellung man wie die Herstellung der Eiscreme durch eine Glasscheibe beobachten konnte, war unbeschreiblich kross und lecker. Die angebotene Sortenvielfalt ist klein aber fein und konzentriert sich im Wesentlichen auf nordische Früchte und Beeren. Ich hatte zum Beispiel Holunderblüte, Johannisbeere und Apfel. Doch auch Ungewohntes wie Sahneeis mit Blauschimmelkäse ist probierbar. Jeden Tag wird produziert und die Zutaten kommen größtenteils von der Insel, so z. B. die Sahne von Bornholmer Jersey-Kühen und der Honig, mit dem das Eis gesüßt wird, aus Ibsker. Das Zutatenliste des Eises ist traditionell und demnach fehlen jegliche Zusatzstoffe wie Milchpulver, künstliche Stabilisatoren, Aromen oder Farbstoffe, die von vielen anderen Eismachern eingesetzt werden. Das Sahneeis besteht einzig aus Milch, Sahne, Zucker, Honig, Eiern und der jeweiligen Frucht, ganz gemäß dem Motto der Ismejeri "100% Reinheit  – 100% Qualität – 100% Geschmack - 100% Genuss". Mehr Infos unter: www.svaneke-is.dk


Nordische Entdeckungen – Teil 1: Fischhandel Henry Rasmus, Stralsund
25.08.2011

Ich war auf Reisen und habe einige großartige kulinarische Entdeckungen gemacht, von denen ich einige hier in der dafür eigens erdachten Reihe Reihe 'Nordische Entdeckungen' vorstellen werde. 
Den Anfang macht der Fischhandel Henry Rasmus in Stralsund. Ein unscheinbares kleines Geschäft, das echte Köstlichkeiten bereithält. Neben dem Bismarck-Hering, der als einziger nach dem Originalrezept von 1871 hergestellt wird, warten z. B. der süß-scharfe Hiddenseer Pfefferlappen oder der exotische Currysild darauf, im muschelförmigen Brötchen verspeist zu werden. Alle Spezialitäten werden von Hand eingelegt und die Zubereitung erfolgt ohne Konservierungsstoffe und Süßstoffe. Der Geschmack ist ein Knüller und wer in nächster Zeit nicht nach Stralsund kommt, der kann die Heringe auch online bestellen. Ich bin hin und weg!
Mehr Infos zur Geschichte des Bismarckherings und zum Fischhandel Henry Rasmus unter www.bismarckhering.com


Einladung zur KunstSpinnerei am 6. August
30.07.2011

Nächsten Samstag findet das erste KunstSpinnerei-Fest in Bigge statt. Zusammen mit meinen beiden Schwestern geplant, gibt es diverse Aktionen für Ohren, Augen, Nasen und Mägen. Für alle diejenige, die das Sauerland noch nicht kennen, ist das Fest ist eine super Gelegenheit, es von seiner schönsten Seite kennenzulernen! Bei Bedarf können auch Schlafplätze in der Scheune des Geschehens vermittelt werden. Ich freue mich auf Euch!


Ökotop Heerdt entdeckt!
28.07.2011

Fast vier Jahre bin ich nun schon in Düsseldorf und erst vor kurzem habe ich mal wieder einen paradiesischen Flecken in der Stadt entdeckt: das Ökotop Heerdt. Seit 25 Jahren existierst dieses ökologische Pilotprojekt und bietet Naturerfahrungsmöglichkeiten und üppiges Grün mitten im städtischen Trubel (mehr Info auf www.oekotop.de). 
Zusammen mit der Gartengruppe vom Niemandsland bestimmte ich Wildkräuter, aß massenweise Brombeeren, sah zum ersten Mal einen Mispelbaum, informierte mich über Hochbeetkonstruktionen und kostete den wunderbaren senfigen Asia-Salat "Green in Snow" in Roberts Garten dort. Jeden Mittwoch trifft sich die Gruppe zum Gärtnern im Ökotop und ich werde sicher auch bald mal meine Hände in die Erde stecken. Grün macht glücklich!


1. Moosgraffiti-Versuch
16.07.2011

Kürzlich bin ich im Internet auf Bilder von Moosgraffitis/ecological graffiti gestoßen und war sofort fasziniert. Vorgestern habe ich mich selbst ans Werk gemacht. Eine Handvoll Moos, ein Naturjoghurt, ein Teelöffel Zucker und 200ml Buttermilch verrührt, püriert und mit Schablonen an eine leicht feuchte, schattige Wand gedrückt. Zum Schluss kam noch etwas frisches Moos auf die Masse und nun bin ich sehr gespannt, ob es an der Wand weiterwächst! Meine nächster Plan ist ein Schriftzug aus Moos.