Prinzessinnengarten Berlin
14.09.2011

Der am Kreisverkehr und trotzdem extrem ruhig gelegene Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg ist ein – wenn nicht DAS – Urbane Vorzeigegartenprojekt Deutschlands. Im Rahmen des 'Über.Lebenskunst'-Festivals habe ich ihn mir letztens zum ersten Mal intensiv angeschaut und bin beeindruckt. Die Atmosphäre dort ist toll: relaxt, grün, ruhig, und je nach Bedarf zum Entspannen, Essen, Arbeiten, Quatschen oder Genießen geeignet. Eine Oase in der Stadt! Wer mit Marco Clausen, einem der beiden Initiatoren, spricht, merkt schnell, dass er bis über beide Ohren mit Leidenschaft und voller Begeisterung in dem Projekt steckt. Nach seiner Führung durch den Garten ist mein Wunsch, etwas ähnliches hier in der Nähe zu starten, ein ganz schönes Stück größer geworden. Melde sich, wer ein zentral gelegenes Grundstück zur Verfügung stellen möchte!
Die u.a. mit sehr schönen Bildern bestückte Website des Gartens findet ihr unter: www.prinzessinengarten.net


Nordische Entdeckungen - Teil 3: Bornholms Mosteri, Svaneke
04.09.2011

Eine dritte Nord-Entdeckung: die Bornholmsk Mosteri, ein junges Unternehmen, das seit 2009 nicht nur leckerste Säfte und Cider produziert, sondern sich auch stark sozial engagiert, indem gezielt Arbeitsplätze für psychisch Kranke und für Menschen mit Behinderungen geschaffen werden. Die Äpfel für die verschiedenen sortenreinen Cider und Apfelsäfte kommen aus ökologischem Anbau von mehreren dänischen Inseln und die daraus hergestellten Produkte sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch geschmacklich hervorragend. Sehr intensiv, vollmundig und fruchtig!
Die erste Flasche habe ich hauptsächlich deshalb gekauft, weil mir das Etikett so sehr gefiel; ab der zweiten Flasche spielte dann auch der Geschmack eine Rolle. Ich habe nicht alle probiert und kann daher nur vorläufige Favoriten küren. Für mich sind das der Holunderblüten-Saft und Apfelsaft von der Sorte ‚Ingrid Marie’.
Auf Bornholm findet man die Produkte in den meisten Supermärkten und in vielen Cafés und Restaurants. Die Produktion ist innerhalb von zwei Jahren extrem angestiegen und der Vertrieb schon auf das dänische Festland geschwappt. Ich bin gespannt, ob die Welle auch Deutschland erreicht...


Nordische Entdeckungen – Teil 2: Svaneke Ismejeri
29.08.2011

Es regnete in Strömen, als ich vor zwei Wochen das im Osten der Insel Bornholm gelegenen Städtchen Svaneke erkundete. Ohne Schirm und mit nasser Jeans sehnte ich mich nach einem warmen Tee und landete stattdessen bei einem kühlen Eis. Normalerweise finde ich es nicht besonders reizvoll bei so schlechtem Wetter ein Eis zu schlecken, aber die gemütliche Atmosphäre in der Svaneke Ismejeri bewog mich dazu, es zu versuchen. Meine Entscheidung wurde belohnt mit einem Eis, dass sich ohne lange zu fackeln souverän einen Platz unter den Top 3 der besten von mir jemals gegessenen Eiskugeln in der Waffel  sicherte. Schon alleine die Waffel, deren Herstellung man wie die Herstellung der Eiscreme durch eine Glasscheibe beobachten konnte, war unbeschreiblich kross und lecker. Die angebotene Sortenvielfalt ist klein aber fein und konzentriert sich im Wesentlichen auf nordische Früchte und Beeren. Ich hatte zum Beispiel Holunderblüte, Johannisbeere und Apfel. Doch auch Ungewohntes wie Sahneeis mit Blauschimmelkäse ist probierbar. Jeden Tag wird produziert und die Zutaten kommen größtenteils von der Insel, so z. B. die Sahne von Bornholmer Jersey-Kühen und der Honig, mit dem das Eis gesüßt wird, aus Ibsker. Das Zutatenliste des Eises ist traditionell und demnach fehlen jegliche Zusatzstoffe wie Milchpulver, künstliche Stabilisatoren, Aromen oder Farbstoffe, die von vielen anderen Eismachern eingesetzt werden. Das Sahneeis besteht einzig aus Milch, Sahne, Zucker, Honig, Eiern und der jeweiligen Frucht, ganz gemäß dem Motto der Ismejeri "100% Reinheit  – 100% Qualität – 100% Geschmack - 100% Genuss". Mehr Infos unter: www.svaneke-is.dk


Nordische Entdeckungen – Teil 1: Fischhandel Henry Rasmus, Stralsund
25.08.2011

Ich war auf Reisen und habe einige großartige kulinarische Entdeckungen gemacht, von denen ich einige hier in der dafür eigens erdachten Reihe Reihe 'Nordische Entdeckungen' vorstellen werde. 
Den Anfang macht der Fischhandel Henry Rasmus in Stralsund. Ein unscheinbares kleines Geschäft, das echte Köstlichkeiten bereithält. Neben dem Bismarck-Hering, der als einziger nach dem Originalrezept von 1871 hergestellt wird, warten z. B. der süß-scharfe Hiddenseer Pfefferlappen oder der exotische Currysild darauf, im muschelförmigen Brötchen verspeist zu werden. Alle Spezialitäten werden von Hand eingelegt und die Zubereitung erfolgt ohne Konservierungsstoffe und Süßstoffe. Der Geschmack ist ein Knüller und wer in nächster Zeit nicht nach Stralsund kommt, der kann die Heringe auch online bestellen. Ich bin hin und weg!
Mehr Infos zur Geschichte des Bismarckherings und zum Fischhandel Henry Rasmus unter www.bismarckhering.com


Ökotop Heerdt entdeckt!
28.07.2011

Fast vier Jahre bin ich nun schon in Düsseldorf und erst vor kurzem habe ich mal wieder einen paradiesischen Flecken in der Stadt entdeckt: das Ökotop Heerdt. Seit 25 Jahren existierst dieses ökologische Pilotprojekt und bietet Naturerfahrungsmöglichkeiten und üppiges Grün mitten im städtischen Trubel (mehr Info auf www.oekotop.de). 
Zusammen mit der Gartengruppe vom Niemandsland bestimmte ich Wildkräuter, aß massenweise Brombeeren, sah zum ersten Mal einen Mispelbaum, informierte mich über Hochbeetkonstruktionen und kostete den wunderbaren senfigen Asia-Salat "Green in Snow" in Roberts Garten dort. Jeden Mittwoch trifft sich die Gruppe zum Gärtnern im Ökotop und ich werde sicher auch bald mal meine Hände in die Erde stecken. Grün macht glücklich!


CLUB MATE jetzt auch rechtsrheinisch!
05.07.2011

Seit ich über meinen ehemaligen Mitbewohner und Freund KP mit dem Getränk CLUB MATE bekannt gemacht wurde, bin ich hin und weg von dem koffeinhaltigen Erfrischungsgetränk auf Mate-Basis. In Berlin bekommt man die 0,5l- Flaschen in jedem Kiosk, außerhalb der Hauptstadt gibt es weit weniger Verkaufspunkte. In Düsseldorf gab es bisher nur einen einzigen, und zwar auf der linken Rheinseite in Oberkassel. 45 Minuten Rad fahren von Bilk dorthin! Welche übergroße Freude kam da in mir hoch, als ich am Sonntag im Schaufenster des bisher von mir nicht weiter beachteten 'Kolonialwarenladen 2.0' auf der Bilker Allee 198 mehrere Club Mate-Flaschen im Schaufenster stehen sah! Gleich gestern besorgte ich mir welche und der Verkäufer betonte, dass ich gerne auch ganze Kästen vorbestellen und für einen etwas günstigeren Preis kaufen könne. Eine Wonne! Jetzt brauche ich nur noch 5min laufen, wenn mich der Club Mate-Durst überkommt. Ich bin hin und weg!


In der Erde wühlen macht glücklich!
20.06.2011

Zum Abschluss des Semesters besuchte ich mit den Studierenden meines Seminars "Food & Foto" (siehe Projekte) den Lenssenhof in Mönchengladbach-Odenkirchen. Der Gemüselandwirt Joachim Kamphausen führte uns ein die Welt der ökologischen Landwirtschaft, erklärte den Sinn von Benjes-Hecken und bot uns die einmalige Chance, ihm zu helfen, gesäte Porreereihen von Unkraut zu befreien und dabei richtig in der Erde zu wühlen. Wie schön es doch ist, die Natur so nah zu spüren! Als Belohnung gab's dann Erdbeeren, so schmackhaft, wie man sie im Handel so gut wie nie bekommt. Ich werde mir die Sorte 'Korona' merken...ein 1A-Geschmack...unbeschreiblich lecker!